
Warum Frankfurt „Mainhattan“ genannt wird: Die faszinierende Geschichte einer Skyline
Entdecke die spannende Geschichte hinter dem Spitznamen „Mainhattan“ für Frankfurt am Main. Erfahre, wie der Begriff von einem kritischen Schimpfwort zu einem stolzen Symbol für Frankfurts einzigartige Skyline, seine Rolle als europäisches Finanzzentrum und seine dynamische Entwicklung als Weltstadt wurde. Tauche ein in die architektonischen Besonderheiten und erlebe, wie du die faszinierende Mainhattan-Atmosphäre selbst genießen kannst, inklusive kulinarischer Empfehlungen mit und ohne Skylineblick.
Frankfurt am Main – allein der Name weckt bei vielen Assoziationen an Bankentürme, glänzende Fassaden und eine Silhouette, die ihresgleichen in Deutschland sucht. Es ist kein Zufall, dass unsere Mainmetropole oft liebevoll oder ehrfürchtig „Mainhattan“ genannt wird. Aber hast du dich jemals gefragt, woher dieser Spitzname eigentlich kommt und welche Geschichte dahintersteckt? Es ist mehr als nur ein cleveres Wortspiel aus dem Fluss Main und New Yorks berühmtem Stadtteil Manhattan. Es ist eine Geschichte von Wandel, Widerstand und dem Aufstieg zu einer europäischen Weltstadt, die wir dir heute erzählen wollen.
Key Facts zu Mainhattan
- Wortspiel mit Geschichte: Der Name „Mainhattan“ ist eine kreative Verschmelzung des Flusses Main und Manhattans, dem ikonischen Wolkenkratzerviertel New Yorks [URL 2, URL 5].
- Deutschlands einzige echte Skyline: Frankfurt ist die einzige deutsche Stadt, die eine derart dichte und beeindruckende Ansammlung von Hochhäusern besitzt, die eine unverwechselbare Skyline bildet [URL 3, URL 5].
- Ursprünglich ein Schimpfwort: In den 1970er Jahren war „Mainhattan“ kein Kompliment, sondern ein kritischer Begriff, der die Gier von Investoren und die Verdrängung von Mietern im Zuge des Hochhausbaus anprangerte [URL 2, URL 4].
- Wandel zum Stolz: Über die Jahrzehnte hat sich die Wahrnehmung gewandelt. Heute steht „Mainhattan“ positiv für Frankfurts wirtschaftlichen Erfolg, seine Zukunftsorientierung und seinen Status als internationale Metropole.
- Europäisches Finanzzentrum: Als Sitz der Europäischen Zentralbank und zahlreicher weiterer Finanzinstitutionen ist Frankfurt ein global bedeutendes Finanzzentrum, was die Entstehung der Hochhäuser maßgeblich vorangetrieben hat.
- Einzigartiger Architekturmix: Die Frankfurter Skyline zeichnet sich durch das Nebeneinander von modernen Wolkenkratzern und historischer europäischer Architektur aus, was ihr einen besonderen Charme verleiht.
Von der Schimpfwort-Ecke zum Stolz der Stadt
Die Geschichte des Namens „Mainhattan“ ist spannender, als man vielleicht denkt. Wenn du heute die glitzernde Skyline bewunderst, mag es schwer vorstellbar sein, dass dieser Spitzname einst mit Argwohn und Protest verbunden war. In den 1970er Jahren, als die ersten Türme in den Frankfurter Himmel ragten, war die Begeisterung nicht universell. Im Gegenteil, der Begriff „Mainhattan“ wurde von Kritikern und Aktivisten verwendet, um die vermeintliche Gier der Investoren und die Zerstörung gewachsener Stadtviertel anzuprangern [URL 2, URL 4]. Es war eine Zeit des sogenannten „Häuserkampfes“, in dem sich Bürgerinitiativen und spätere Größen wie Joschka Fischer gegen die Hochhauspläne und die damit einhergehende Verdrängung von Anwohnern wehrten.
Doch wie so oft im Leben, wandeln sich Perspektiven. Was einst als Symbol für unkontrolliertes Wachstum und Kapitalmacht galt, ist heute zu einem unverkennbaren Wahrzeichen geworden. Frankfurt hat es geschafft, sein Image zu drehen. Aus dem Schimpfwort wurde ein Ausdruck von Stolz und Identität. Die Skyline ist nicht mehr nur ein Zeichen des Finanzsektors, sondern ein Symbol für die Dynamik, die Modernität und die internationale Ausrichtung der Stadt. Sie ist ein Magnet für Touristen, ein Anziehungspunkt für Unternehmen und ein identitätsstiftendes Element für die Frankfurter selbst. Dieser Wandel zeigt, wie eine Stadt ihre Geschichte neu interpretieren und zu ihrem Vorteil nutzen kann.
Die Architektur, die den Namen prägt
Was „Mainhattan“ wirklich ausmacht, ist natürlich die beeindruckende Ansammlung von Wolkenkratzern, die sich entlang des Mains erstreckt. Frankfurt ist die einzige Stadt in Deutschland, die eine derart dichte und imposante Skyline vorweisen kann [URL 3, URL 5]. Hier reihen sich architektonische Meisterwerke aneinander, die Geschichten von Innovation und Wirtschaftskraft erzählen. Der Commerzbank Tower beispielsweise, mit seinen 258 Metern Höhe (plus 42 Meter Antenne), war lange Zeit das höchste Gebäude Europas und ist bis heute ein prägendes Element der Skyline. Doch es geht nicht nur um Rekorde in der Höhe, sondern um die Dichte und Vielfalt der Gebäude, die Frankfurt diesen besonderen Charakter verleihen. Wenn du mehr über die Entstehung dieser Giganten erfahren möchtest, lohnt sich ein Blick auf unseren Beitrag zur Skyline Frankfurt Entstehung.
Einzigartig ist auch die Art und Weise, wie sich die modernen Türme in das historische Stadtbild einfügen. Während in vielen nordamerikanischen Städten die Hochhäuser oft ganze Viertel dominieren, stehen sie in Frankfurt in einem faszinierenden Dialog mit älteren europäischen Architekturen [URL 3, URL 5]. Dieser Kontrast schafft eine besondere Ästhetik, die „Mainhattan“ von anderen Metropolen unterscheidet. Die Planer legen heute Wert darauf, dass die Erdgeschosse der Hochhäuser nicht nur Büros beherbergen, sondern auch für die Öffentlichkeit zugänglich sind, um die Stadt lebendiger zu gestalten.
Frankfurt als Finanz- und Weltstadt
Der Kern des „Manhattan“-Teils des Spitznamens liegt in Frankfurts unbestreitbarer Rolle als eines der wichtigsten Finanzzentren der Welt. Die Stadt ist nicht nur die Heimat der Europäischen Zentralbank, sondern auch ein Dreh- und Angelpunkt für unzählige Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister. Diese Konzentration von Wirtschaftsmacht hat den Bau der Hochhäuser erst ermöglicht und vorangetrieben.
Doch Frankfurt ist mehr als nur eine Bankenmetropole. Es ist eine Stadt, die sich stetig weiterentwickelt und ihre internationale Bedeutung in vielen Bereichen ausbaut. Die Messe Frankfurt zieht Besucher aus aller Welt an, der Flughafen ist ein globales Drehkreuz, und die kulturelle Szene floriert. „Mainhattan“ steht somit auch für eine Stadt, die kosmopolitisch, dynamisch und zukunftsorientiert ist – ein „Place to be“ in Europa, wie es so schön heißt. Diese Rolle als Weltstadt, die Tradition und Moderne verbindet, ist ein wesentlicher Grund, warum der Name „Mainhattan“ heute so positiv besetzt ist.
Mainhattan erleben: Aussichten und Genuss
Die Skyline von Frankfurt ist nicht nur beeindruckend von unten, sondern bietet auch spektakuläre Ausblicke. Der Main Tower ist hier ein Paradebeispiel. Mit seiner öffentlich zugänglichen Aussichtsplattform in 200 Metern Höhe ermöglicht er dir einen atemberaubenden 360-Grad-Blick über die gesamte Stadt und weit darüber hinaus [URL 4, URL 5]. Es ist ein unvergessliches Erlebnis, die Dächer, den Main und die umliegenden Regionen aus dieser Perspektive zu sehen.
Und wo ließe sich die Mainhattan-Atmosphäre besser genießen als bei einem kulinarischen Erlebnis mit Blick auf die Stadt? Das Main Tower Restaurant & Lounge bietet auf der 53. Etage des Main Towers internationale Küche und eine unvergleichliche Aussicht. Wenn du es etwas traditioneller magst, aber dennoch den Fluss und die Skyline im Blick haben möchtest, ist das Oosten im Ostend eine hervorragende Wahl. Hier kannst du saisonale Küche in einem trendigen Ambiente genießen, direkt am Main mit Blick auf die Europäische Zentralbank und die Hochhäuser. Für ein authentisches Frankfurter Erlebnis abseits der Hochhaus-Glitzerwelt empfehle ich dir einen Besuch in der Apfelweinwirtschaft Atschel in Sachsenhausen. Hier gibt es deftige hessische Küche und natürlich den berühmten Apfelwein in uriger Atmosphäre. Auch wenn du hier keinen direkten Skylineblick hast, tauchst du tief in die Frankfurter Seele ein, die untrennbar mit der Geschichte und dem Wandel der Stadt verbunden ist.
Für weitere kulinarische Entdeckungen mit atemberaubender Kulisse schau dir unseren Beitrag zu Restaurants mit Skylineblick an.
Fazit
Die Geschichte, warum Frankfurt „Mainhattan“ genannt wird, ist eine faszinierende Reise durch die Zeit. Was einst als kritische Bezeichnung begann, hat sich zu einem stolzen Spitznamen entwickelt, der die einzigartige Identität dieser dynamischen Stadt perfekt einfängt. Frankfurt ist eine Metropole, die es schafft, ihre historische Seele mit modernster Architektur und globaler Wirtschaftskraft zu verbinden. Die Skyline ist nicht nur ein Symbol für Reichtum und Fortschritt, sondern auch ein Ausdruck des Selbstbewusstseins einer Stadt, die ihren Platz in der Welt gefunden hat. Egal, ob du die Aussicht vom Main Tower genießt, durch die Gassen der Altstadt schlenderst oder in einem der vielen Restaurants die lokale Küche probierst – du wirst spüren, dass „Mainhattan“ mehr ist als nur ein Name. Es ist ein Lebensgefühl, das Tradition und Zukunft auf unvergleichliche Weise vereint.
FAQ
Warum wird Frankfurt „Mainhattan“ genannt?
Frankfurt wird „Mainhattan“ genannt, weil der Spitzname eine Kombination aus dem Fluss Main und dem New Yorker Stadtteil Manhattan ist. Er bezieht sich auf Frankfurts beeindruckende Skyline mit vielen Hochhäusern und seine Rolle als wichtiges Finanzzentrum in Europa, ähnlich der Bedeutung Manhattans in den USA [URL 2, URL 5, URL 6].
War der Name „Mainhattan“ schon immer positiv besetzt?
Nein, ursprünglich war „Mainhattan“ in den 1970er Jahren ein kritischer Begriff. Er wurde verwendet, um die Auswirkungen des Hochhausbaus auf die Stadt und die Verdrängung von Bewohnern durch Investoren anzuprangern. Erst später wandelte sich die Wahrnehmung, und der Name wurde zu einem positiven Symbol für Frankfurts wirtschaftlichen Aufschwung und seine internationale Bedeutung [URL 2, URL 4].
Welche Hochhäuser sind besonders bekannt in Frankfurt?
Zu den bekanntesten Hochhäusern Frankfurts gehören der Commerzbank Tower, der lange Zeit Europas höchstes Gebäude war, und der Main Tower, der eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform bietet. Viele weitere Türme prägen die einzigartige Skyline [URL 4, URL 5].






