
Messe Frankfurt Geschichte: Eine Zeitreise durch 800 Jahre Innovation und Tradition
Entdecke die über 800-jährige Geschichte der Messe Frankfurt, von ihren mittelalterlichen Ursprüngen mit kaiserlichen Privilegien bis hin zu ihrer heutigen Rolle als globaler Messe-, Kongress- und Eventveranstalter. Erfahre, wie das „Frankfurter Prinzip“ der Spezialisierung den Erfolg prägte, wie die Messe Zerstörung und Wiederaufbau meisterte und welche Bedeutung sie als Wirtschaftsmotor für die Region hat. Der Blogpost beleuchtet wichtige Meilensteine, architektonische Highlights wie die Festhalle und die Herausforderungen der jüngeren Vergangenheit, während er gleichzeitig kulinarische Tipps für Frankfurt bereithält.
Hallo, liebe Frankfurt-Fans und Geschichtsinteressierte! Heute tauchen wir gemeinsam in die faszinierende Welt der Messe Frankfurt ein. Wer hätte gedacht, dass hinter den modernen Hallen und dem internationalen Flair eine Geschichte steckt, die bis ins Mittelalter zurückreicht? Die Messe Frankfurt ist nicht nur ein gigantischer Wirtschaftsfaktor und ein Treffpunkt für globale Märkte, sondern auch ein lebendiges Denkmal für Frankfurts Handelsgeist und seine Fähigkeit zur stetigen Neuerfindung. Begleite uns auf eine spannende Reise durch die Jahrhunderte, in denen Frankfurt zu dem wurde, was es heute ist: eine Weltstadt der Messen. Es ist eine Geschichte voller kaiserlicher Privilegien, wirtschaftlicher Höhenflüge, tiefer Einschnitte und beeindruckender Wiederauferstehung. Schnall dich an, es wird spannend! Und wenn du nach all den Fakten Hunger bekommst, haben wir auch ein paar kulinarische Tipps für dich parat.
Key Facts zur Messe Frankfurt Geschichte
Bevor wir in die Details eintauchen, hier die wichtigsten Fakten, die du über die Messe Frankfurt wissen solltest:
- Ursprünge im Mittelalter: Die erste schriftliche Erwähnung einer Messe in Frankfurt datiert auf das Jahr 1150. Die offizielle Geburtsstunde der Frankfurter Herbstmesse schlug am 11. Juli 1240 durch Kaiser Friedrich II..
- Kaiserliche Privilegien: Rund 90 Jahre später, am 25. April 1330, erhielt auch die Frankfurter Frühjahrsmesse von Kaiser Ludwig IV. ihr Privileg. Damit gab es fortan zwei feste Messetermine, die die Grundlage für die modernen Konsumgütermessen bildeten.
- Der Umzug zur Festhalle: Jahrhundertelang war der Römerberg der zentrale Treffpunkt für Händler und Geschäftsleute. Erst 1909 wurden die neuen Messehallen rund um die imposante Festhalle Frankfurt eröffnet, die bis heute ein Wahrzeichen ist. Wenn du mehr über dieses ikonische Gebäude erfahren möchtest, schau dir unseren Beitrag Die Festhalle Frankfurt: Eine Zeitreise durch Geschichte und Geschichten an.
- Das „Frankfurter Prinzip“: Schon früh setzte sich in Frankfurt der Trend zur Spezialisierung von Messen durch, das sogenannte „Frankfurter Prinzip“. Dies führte zur Entwicklung eigenständiger Fachmessen wie der Interstoff (1959), ISH (1960) und Heimtextil (1971).
- Wiederaufbau nach dem Krieg: Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs verkündete Oberbürgermeister Kolb am 25. August 1946: „Frankfurt soll wieder Messestadt werden.“ Die erste Nachkriegsmesse fand bereits im Oktober 1948 statt und war ein wichtiges Signal für den Wiederaufbau der Stadt.
- Global Player: Heute ist die Messe Frankfurt GmbH einer der weltweit größten Messe-, Kongress- und Eventveranstalter mit eigenem Gelände und rund 2.500 Mitarbeitern an über 30 Standorten weltweit.
Von kaiserlichen Dekreten zu globalen Märkten: Die Anfänge
Die Geschichte der Messe Frankfurt ist untrennbar mit der Geschichte der Stadt selbst verbunden. Stell dir vor, wie im 12. Jahrhundert Kaufleute aus ganz Europa nach Frankfurt strömten, um ihre Waren zu feilzubieten. Die zentrale Lage Frankfurts an wichtigen Handelsrouten machte die Stadt schon früh zu einem natürlichen Treffpunkt. Die erste urkundliche Erwähnung einer Messe im Jahr 1150 ist der Startpunkt dieser beeindruckenden Entwicklung. Doch erst die kaiserlichen Privilegien von Friedrich II. im Jahr 1240 für die Herbstmesse und Ludwig IV. im Jahr 1330 für die Frühjahrsmesse gaben den Frankfurter Messen den entscheidenden Schub. Diese Schutzbriefe waren Gold wert, denn sie garantierten den Händlern sicheres Geleit und faire Bedingungen. So etablierte sich Frankfurt als Drehscheibe des Fernhandels und legte den Grundstein für seinen Ruf als Messestadt.
Im Mittelalter spielte der Römerberg, das Herz der Altstadt, eine zentrale Rolle als Marktplatz. Hier pulsierten Handel und Leben, hier wurden Geschäfte gemacht und Neuigkeiten ausgetauscht. Wenn du dich für diese Zeit interessierst, empfehle ich dir unseren Artikel Frankfurt im Mittelalter: Eine Zeitreise zu Kaisern, Kaufleuten und Konflikten. Nach einem Tag voller historischer Erkundungen in der Altstadt, wie wäre es mit einem Besuch im Schwarzen Stern am Römerberg? Dort kannst du bei traditionellen hessischen Spezialitäten und einem kühlen Bier den Blick über den historischen Platz schweifen lassen und dir vorstellen, wie hier einst die Händler feilschten.
Das 20. Jahrhundert: Wachstum, Zerstörung und Wiederaufbau
Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts brauchte die wachsende Messe neue, größere Räumlichkeiten. 1907 wurde die Ausstellungs- und Festhallengesellschaft mbH gegründet, die heutige Messe Frankfurt GmbH. Nur zwei Jahre später, 1909, öffnete die majestätische Festhalle ihre Pforten – eine architektonische Meisterleistung aus Stahl und Glas, die bis heute ein Wahrzeichen des Messegeländes ist. Die Festhalle wurde zum Eckpfeiler des neuen Messegeschäfts und ermöglichte die Ausrichtung immer größerer und spezialisierterer Veranstaltungen.
Die 1920er Jahre waren eine Zeit des Aufbruchs und der Expansion für die Frankfurter Messe, die sich als „Allround-Ausstellung“ etablierte, insbesondere in den Bereichen Textilien und Konsumgüter. Doch die Weltwirtschaftskrise und die Zeit des Nationalsozialismus brachten tiefe Einschnitte. Die Messen wurden ideologisch instrumentalisiert, und die Festhalle selbst wurde während der Reichspogromnacht 1938 zu einem provisorischen Gefängnis für jüdische Bürger, die von dort in Konzentrationslager deportiert wurden. Der Zweite Weltkrieg und die Bombardierungen Frankfurts hinterließen das Messegelände in Trümmern.
Doch Frankfurt gab nicht auf. Kaum war der Krieg vorbei, begannen die Vorbereitungen für den Wiederaufbau. Mit der Verkündung von Oberbürgermeister Kolb im Jahr 1946, dass Frankfurt wieder Messestadt werden sollte, begann ein neues Kapitel. Die erste Nachkriegsmesse im Oktober 1948 war ein riesiger Erfolg und ein Symbol für den unbändigen Willen der Frankfurter, ihre Stadt wiederaufzubauen. Die Messe Frankfurt wurde erneut zum „Nervenzentrum“ der Stadt, ein starker Wirtschaftsmotor, der Arbeitsplätze sicherte und der gesamten Region Impulse gab. Nach so viel Geschichte und Wiederaufbau hast du dir eine Stärkung verdient. Das 269 TwoSixNine Vegan Restaurant Frankfurt bietet moderne vegane Küche in der Nähe des Messegeländes und ist perfekt, um neue Energie zu tanken.
Das „Frankfurter Prinzip“ und die globale Expansion
Ein entscheidender Faktor für den anhaltenden Erfolg der Messe Frankfurt war und ist das „Frankfurter Prinzip“ – die Spezialisierung von Messen. Während andere Städte auf Universalmessen setzten, erkannte Frankfurt früh das Potenzial von Fachmessen, die sich auf bestimmte Branchen konzentrierten. Dies führte zur Entstehung weltbekannter Leitmessen. Die Interstoff für Bekleidungsstoffe machte 1959 den Anfang, gefolgt von der ISH für Sanitär und Heizung im Jahr 1960 und der Heimtextil für Haus- und Heimtextilien 1971. Auch die Automechanika, die 1971 als Reaktion auf die Absage der IAA entstand, und die Musikmesse im Jahr 1980 sind Beispiele für diesen erfolgreichen Ansatz.
Die Messe Frankfurt expandierte nicht nur inhaltlich, sondern auch geografisch. Heute ist das Unternehmen ein globaler Player mit einem Vertriebsnetz in 180 Ländern und veranstaltet Messen an über 30 Standorten weltweit. Ob in Mailand, Dubai oder Shanghai – der Name Messe Frankfurt steht für Qualität und Professionalität. Diese globale Präsenz ist ein Beweis für die Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft des Unternehmens, das es immer wieder geschafft hat, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen und neue Märkte zu erschließen.
Herausforderungen und Zukunftsaussichten
Auch die jüngere Geschichte der Messe Frankfurt war von Herausforderungen geprägt, insbesondere durch die globale Coronavirus-Pandemie. Reisebeschränkungen und Veranstaltungsverbote führten zu einem historischen Einbruch im Geschäftsjahr 2020 und 2021. Viele physische Veranstaltungen mussten abgesagt oder verschoben werden, und digitale Formate gewannen an Bedeutung. Doch auch hier zeigte sich die Resilienz der Messe Frankfurt. Nach dem Ende der Verbote konnten im April 2022 die ersten Messen am Heimatstandort wieder starten, und die Veranstaltungen weltweit zeigen sich seitdem wieder sehr dynamisch. Die persönliche Begegnung bleibt das Herzstück der Messen, ergänzt durch digitale Angebote, die neue Möglichkeiten eröffnen.
Die Messe Frankfurt blickt weiterhin optimistisch in die Zukunft. Mit modernen Hallen wie der 2023 fertiggestellten Halle 5 und zwei Kongresszentren, dem Congress Center und Kap Europa, ist das Unternehmen bestens aufgestellt, um auch künftigen Anforderungen gerecht zu werden. Sie ist nicht nur ein Ort des Handels, sondern auch ein Motor für Innovation und Austausch, der Frankfurt als Wirtschaftsstandort stärkt. Nach all diesen Einblicken in die Zukunft und die globale Vernetzung der Messe Frankfurt, wie wäre es mit einem kulinarischen Highlight? Das Main Tower Restaurant & Lounge bietet nicht nur exzellente internationale Küche, sondern auch einen atemberaubenden Blick über die Frankfurter Skyline – perfekt, um die moderne Seite der Stadt zu erleben und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen.
Fazit: Die ewige Messestadt Frankfurt
Die Geschichte der Messe Frankfurt ist eine beeindruckende Erzählung von Beständigkeit, Anpassungsfähigkeit und Pioniergeist. Von den bescheidenen Anfängen im Mittelalter, als Kaiser Friedrich II. den Grundstein legte, bis hin zum heutigen global agierenden Unternehmen, hat die Messe Frankfurt alle Höhen und Tiefen der Geschichte miterlebt und gemeistert. Sie ist ein Spiegelbild der Stadt Frankfurt selbst – widerstandsfähig, innovativ und immer bereit, sich neu zu erfinden. Die Fähigkeit, sich stets an neue Gegebenheiten anzupassen und gleichzeitig ihren traditionellen Kern zu bewahren, macht die Messe Frankfurt zu einem einzigartigen Phänomen. Sie ist nicht nur ein Ort, an dem Geschäfte gemacht werden, sondern auch ein kultureller Schmelztiegel und ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die gesamte Rhein-Main-Region. Die Messe Frankfurt beweist immer wieder, dass persönliche Begegnungen und der direkte Austausch, ergänzt durch moderne digitale Möglichkeiten, auch in einer zunehmend vernetzten Welt unverzichtbar sind. Und so wird Frankfurt auch in Zukunft eine der wichtigsten Messestädte der Welt bleiben – ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird und Zukunft gestaltet wird. Lass dich von diesem besonderen Flair der Stadt verzaubern und entdecke selbst, was Frankfurt alles zu bieten hat!
FAQ
Wann wurde die Messe Frankfurt gegründet?
Die erste schriftliche Erwähnung einer Messe in Frankfurt stammt aus dem Jahr 1150. Die offizielle Geburtsstunde der Frankfurter Herbstmesse war der 11. Juli 1240, als Kaiser Friedrich II. ihr das kaiserliche Privileg verlieh.
Was ist das „Frankfurter Prinzip“?
Das „Frankfurter Prinzip“ beschreibt den Trend zur Spezialisierung von Messen, der sich in Frankfurt schon früh etablierte. Anstatt Universalmessen zu veranstalten, konzentrierte man sich auf Fachmessen für spezifische Branchen, was zur Entstehung weltbekannter Leitmessen wie der Interstoff, ISH und Heimtextil führte.
Welche Rolle spielte die Festhalle in der Geschichte der Messe Frankfurt?
Die Festhalle, 1909 eröffnet, ist das älteste Gebäude und der Eckpfeiler des heutigen Messegeländes. Sie ist eine architektonische Meisterleistung und wurde zum zentralen Punkt für das neue Messegeschäft. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie zerstört, aber nach dem Krieg wiederaufgebaut und ist bis heute ein Wahrzeichen der Messe Frankfurt.
Wie hat die Messe Frankfurt die Corona-Pandemie überstanden?
Die Corona-Pandemie führte zu einem historischen Einbruch und der Absage vieler physischer Veranstaltungen in den Jahren 2020 und 2021. Die Messe Frankfurt reagierte mit digitalen Formaten und konnte nach dem Ende der Verbote im April 2022 wieder mit physischen Messen am Heimatstandort starten. Die Veranstaltungen zeigen sich seitdem wieder sehr dynamisch, wobei persönliche Begegnungen durch digitale Angebote ergänzt werden.






