Eine faszinierende Reise durch die Zoo Frankfurt Historie: Von den Anfängen bis zur ZOOKUNFT 2030+

Abstract:

Tauche ein in die spannende Zoo Frankfurt Historie! Von der Gründung 1858 durch eine Bürgerinitiative bis zum modernen Artenschutzzentrum: Erfahre, wie der Zoo Kriege überstand, unter Bernhard Grzimek wiederaufgebaut wurde und sich heute mit dem Masterplan „ZOOKUNFT 2030+“ für die Zukunft rüstet. Entdecke die Höhen und Tiefen, die diesen einzigartigen Ort prägten, und lerne seine Bedeutung für den Natur- und Artenschutz kennen.

Frankfurt am Main, eine Stadt, die für ihre beeindruckende Skyline und ihre lebendige Kultur bekannt ist, beherbergt auch eine grüne Oase, die eine reiche und bewegte Vergangenheit hat: den Zoo Frankfurt. Seit seiner Gründung im Jahr 1858 hat der Zoo unzählige Geschichten geschrieben, Herausforderungen gemeistert und sich stets weiterentwickelt. Wenn du dich für die spannende Zoo Frankfurt Historie interessierst, bist du hier genau richtig. Wir tauchen gemeinsam ein in die Welt der Tiere, der engagierten Menschen und der visionären Pläne, die diesen Ort zu dem gemacht haben, was er heute ist.

Der Frankfurter Zoo ist nicht nur der zweitälteste Zoo Deutschlands, sondern auch ein Spiegelbild der Stadtgeschichte selbst. Von bescheidenen Anfängen über die Wirren zweier Weltkriege bis hin zu einem modernen Artenschutz- und Bildungszentrum – die Zoo Frankfurt Historie ist voller Überraschungen und inspirierender Momente. Komm mit auf diese Zeitreise und entdecke, wie aus einer Bürgerinitiative ein Zoo von Weltrang wurde, der heute mehr denn je auf Natur- und Artenschutz setzt. Vielleicht möchtest du nach deinem Besuch im Zoo noch eine kleine Stärkung zu dir nehmen? Dann können wir dir das charmante Le Petit Café am Zoo direkt an der Pfingstweidstraße empfehlen, perfekt für einen Kaffee oder einen kleinen Brunch.

Key Facts zur Zoo Frankfurt Historie

Die Geschichte des Frankfurter Zoos ist gespickt mit wichtigen Meilensteinen, die seine Entwicklung maßgeblich geprägt haben. Hier sind die wichtigsten Fakten, die du kennen solltest:

  • 1858 Gründung: Der Zoo Frankfurt wurde am 8. August 1858 im Leers’schen Garten im Westen der Stadt eröffnet, dank einer engagierten Bürgerinitiative.
  • 1874 Umzug zur Pfingstweide: Aufgrund von Platzmangel zog der Zoo auf das größere Gelände der Pfingstweide im Osten Frankfurts um, wo er noch heute zu finden ist.
  • 1915 Übernahme durch die Stadt: Mitten im Ersten Weltkrieg übernahm die Stadt Frankfurt den Zoo, um dessen Fortbestand zu sichern, da die Zoologische Gesellschaft die Kosten nicht mehr tragen konnte.
  • 1944 Zerstörung im Zweiten Weltkrieg: Bei Bombenangriffen im März 1944 wurde der Zoo fast vollständig zerstört, doch beherzte Mitarbeiter verhinderten die Tötung der überlebenden Tiere.
  • 1945 Wiederaufbau unter Grzimek: Bernhard Grzimek wurde Zoodirektor und leitete den Wiederaufbau mit innovativen Ideen und der Unterstützung der Bevölkerung, ohne städtische Zuschüsse.
  • 1960 Erste Zooschule Deutschlands: Im Frankfurter Zoo wurde die erste Zooschule Deutschlands eingerichtet, ein Meilenstein in der zoopädagogischen Arbeit.
  • 2019 ZOOKUNFT 2030+: Eine umfassende Konzeptstudie für die zukünftige Entwicklung des Zoos wurde vorgestellt, die naturnahe Anlagen und ein verbessertes Besuchererlebnis vorsieht.
  • 2024 Masterplan für die Zooentwicklung: Auf Basis der Konzeptstudie liegen nun konkrete gestalterische und bauliche Pläne vor, die einen umfassenden Umbau des Zoogeländes in den kommenden Jahren einleiten werden.

Die Anfänge: Eine Bürgerinitiative mit Vision

Die Zoo Frankfurt Historie beginnt mit einer Vision und dem unermüdlichen Engagement Frankfurter Bürger. Im Jahr 1857 trat ein provisorisches Komitee an die Öffentlichkeit mit der Idee, einen Zoologischen Garten in der Stadt zu gründen. Sie pachteten ein Gelände, holten die notwendigen Genehmigungen ein und gründeten die Zoologische Gesellschaft. Am 8. August 1858 war es dann so weit: Der Zoologische Garten im Leers’schen Garten im Westen der Stadt öffnete seine Pforten. Zunächst war dies ein Provisorium für zehn Jahre, aber der Erfolg gab den Gründern recht. Schnell wurde klar, dass der Zoo eine dauerhafte Einrichtung werden sollte, und dafür brauchte es mehr Platz.

So kam es, dass der Zoo 1874 an seinen heutigen Standort im Osten der Stadt, auf die Pfingstweide, umzog. Um Kosten zu sparen, wurden sogar ganze Tierhäuser abgebaut und am neuen Standort wiedererrichtet. Die feierliche Eröffnung am 23. März 1874 markierte den Beginn einer neuen Ära. Das repräsentative Zoogesellschaftshaus, das heute noch existiert, wurde 1876 eingeweiht. In den folgenden Jahrzehnten wuchs der Zoo stetig, es entstanden weitere Tierhäuser und Anlagen, die ihn zu einer beliebten Attraktion für Frankfurter und Besucher machten. Die Zoo Frankfurt Historie war in vollem Gange, und der Zoo entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil des städtischen Lebens. Wenn du nach einem ausgiebigen Zoobesuch noch Lust auf ein traditionelles deutsches Essen hast, ist das Restaurant Buchholz im Sandweg eine ausgezeichnete Wahl.

Höhen und Tiefen: Kriege, Grzimek und der Wiederaufbau

Die Zoo Frankfurt Historie ist auch eine Geschichte des Überlebens und des Wiederaufbaus. Der Erste Weltkrieg brachte große Schwierigkeiten mit sich, und 1915 übernahm die Stadtverwaltung den Zoo, da die Zoologische Gesellschaft die Kosten nicht mehr tragen konnte. Trotzdem starben im Hungerjahr 1916 zwei Drittel der Tiere. Doch die größte Katastrophe ereilte den Zoo im Zweiten Weltkrieg. Zwischen Oktober 1943 und März 1944 wurde er durch drei Bombenangriffe fast vollständig zerstört. Es ist dem Mut weniger verbliebener Mitarbeiter zu verdanken, dass die überlebenden Tiere nicht getötet wurden, als kurz vor Kriegsende der Befehl zur Räumung der Stadt erging.

Der Neuanfang nach dem Krieg ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Prof. Dr. Bernhard Grzimek. Er wurde 1945 Zoodirektor und begann gemeinsam mit den verbliebenen Mitarbeitern und der Unterstützung der Frankfurter Bevölkerung den Wiederaufbau. Die Bedingung der US-Streitkräfte war klar: Der Zoo musste es ohne Zuschüsse schaffen. Grzimek bewies unglaublichen Einfallsreichtum, indem er einen Zirkus, Schausteller, ein Kino und ein Theater auf dem zerstörten Gelände ansiedelte. Regelmäßige Feste und Konzerte sicherten das Überleben des Zoos. Die 1950 wiedergegründete Zoologische Gesellschaft Frankfurt, heute eine der wichtigsten Naturschutzorganisationen weltweit, trug maßgeblich zum Wiederaufbau bei. Unter Grzimeks Leitung wurde der Zoo nicht nur wiederaufgebaut, sondern auch erweitert, und 1960 entstand die erste Zooschule Deutschlands. Diese Zeit prägte die Zoo Frankfurt Historie nachhaltig und legte den Grundstein für den modernen Artenschutzgedanken.

Der Zoo im Wandel: Artenschutz, Erweiterung und Zookunft 2030+

Nach der Ära Grzimek setzte der Zoo seinen Weg fort und passte sich den sich wandelnden Anforderungen an. In den 1970er Jahren gab es Pläne für einen Nidda-Zoo als Dependance außerhalb der Innenstadt, der jedoch zugunsten der Bundesgartenschau 1989 wieder zurückgebaut wurde. Ab Mitte der 1990er Jahre konzentrierte man sich wieder auf die Innenstadtlage und begann mit einer umfassenden Erneuerung. Der Fokus lag auf der naturnahen Gestaltung der Anlagen, um den Tieren bestmögliche Lebensbedingungen zu bieten und den Besuchern ein authentisches Erlebnis zu ermöglichen.

Große Investitionen der Stadt Frankfurt sowie Spenden und Tierpatenschaften machten den Bau beeindruckender Anlagen wie der Robbenklippen, des Katzendschungels und des Borgori-Waldes (dem neuen Menschenaffenhaus) möglich. Auch das Ukumari-Land für Brillenbären und südamerikanische Säugetiere sowie die neue Pinguin-Anlage wurden realisiert. Ein Höhepunkt der jüngsten Zoo Frankfurt Historie ist die 2024 eröffnete, stark erweiterte Außenanlage für Asiatische Löwen, die durch die Eishockey-Mannschaft Löwen Frankfurt und die KfW-Stiftung unterstützt wurde. Der Zoo beherbergt heute etwa 5.300 Individuen aus 467 Arten und engagiert sich stark im Artenschutz, indem er internationale Zuchtbücher für bedrohte Arten führt und an Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen teilnimmt.

Die Zukunft des Zoos wird durch den Masterplan „ZOOKUNFT 2030+“ gestaltet, der 2019 vorgestellt wurde und 2024 in konkrete Baupläne mündete. Dieser Plan sieht einen umfassenden Umbau vor, einschließlich einer Amazonas-Halle und einer Afrika-Halle, um den Zoo für die kommenden Jahrzehnte zu sichern und das Verständnis für die Natur und die Artenvielfalt weiter zu fördern. Wenn du nach all den spannenden Eindrücken im Zoo ein leckeres italienisches Essen genießen möchtest, können wir dir das Ristorante Leon d’Oro in der Waldschmidtstraße empfehlen, das nur einen Katzensprung vom Zoo entfernt ist.

Ein dunkles Kapitel: Völkerschauen im Zoo Frankfurt

Die Zoo Frankfurt Historie hat auch ihre Schattenseiten, die es zu beleuchten und kritisch zu reflektieren gilt. Zwischen 1878 und 1931 fanden im Frankfurter Zoo mehr als zwei Dutzend sogenannte Völkerschauen statt. Dabei wurden Menschen aus anderen Kulturen, oft aus den Kolonialgebieten, gemeinsam mit ihren Alltagsgegenständen und Tieren zur Schau gestellt. Obwohl Arbeitsverträge abgeschlossen und Löhne gezahlt wurden, ist aus heutiger Sicht klar, dass diese Praktiken zutiefst menschenverachtend und nicht akzeptabel waren. Die Vorführungen überschritten oft die Grenzen zur Demütigung, und das Leid der Betroffenen, die unter fremdem Klima, langer Abwesenheit von Zuhause und permanenter Öffentlichkeit litten, wurde von vielen ignoriert.

Ein tragisches Beispiel ist der Tod einer achtköpfigen Gruppe von Labrador-Inuit, die 1881 nach ihrem Aufenthalt in Frankfurt an Pocken erkrankten und starben. Der Zoo Frankfurt distanziert sich heute klar von diesen Völkerschauen und betont die Notwendigkeit der Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit diesem dunklen Kapitel, um das Bewusstsein heutiger und zukünftiger Generationen zu schärfen. Es ist ein wichtiger Teil der Zoo Frankfurt Historie, der uns daran erinnert, wie wichtig Respekt, Vielfalt und Menschenwürde sind. Mehr über die aktuelle Ausrichtung des Zoos und seine Bedeutung als grüne Oase erfährst du auch in unserem Beitrag Dein Guide zum Frankfurter Zoo.

Fazit

Die Zoo Frankfurt Historie ist eine beeindruckende Erzählung von Wandel, Widerstandsfähigkeit und fortwährendem Engagement. Von den visionären Gründern über die schwierigen Kriegsjahre bis hin zu Bernhard Grzimeks legendärem Wiederaufbau und den modernen Artenschutzinitiativen – der Zoo hat sich stets neu erfunden und dabei seine zentrale Rolle in der Stadt und für den Naturschutz behauptet. Heute ist der Zoo Frankfurt ein lebendiges Zentrum für Bildung, Forschung und den Erhalt bedrohter Arten, das sich mit dem Masterplan „ZOOKUNft 2030+“ mutig den Herausforderungen der Zukunft stellt. Er ist nicht nur ein Ort, an dem man faszinierende Tiere erleben kann, sondern auch eine wichtige Institution, die das Bewusstsein für die Schönheit und Zerbrechlichkeit unserer Natur schärft.

Die Reise durch die Zoo Frankfurt Historie zeigt uns, dass der Zoo weit mehr ist als nur eine Ansammlung von Tiergehegen. Er ist ein Stück Frankfurter Identität, ein Ort der Begegnung und des Lernens, der sich ständig weiterentwickelt, um seiner Verantwortung für Mensch und Tier gerecht zu werden. Wir hoffen, diese Zeitreise hat dir gefallen und dir neue Einblicke in die vielschichtige Geschichte dieses besonderen Ortes gegeben. Für noch mehr Details und Hintergrundwissen kannst du auch unseren ausführlicheren Artikel Eine Zeitreise durch Frankfurts grüne Oase: Die faszinierende Zoo Frankfurt Historie lesen.

FAQ

Wann wurde der Zoo Frankfurt gegründet?

Der Zoo Frankfurt wurde am 8. August 1858 im Leers’schen Garten im Westen der Stadt eröffnet und ist damit der zweitälteste Zoo Deutschlands.

Welche Rolle spielte Bernhard Grzimek in der Zoo Frankfurt Historie?

Bernhard Grzimek übernahm 1945 die Leitung des fast vollständig zerstörten Zoos nach dem Zweiten Weltkrieg. Er initiierte den Wiederaufbau mit kreativen Ideen und ohne städtische Zuschüsse, sicherte das Überleben des Zoos und prägte ihn maßgeblich als modernes Artenschutz- und Bildungszentrum.

Was ist der Masterplan „ZOOKUNFT 2030+“?

Der Masterplan „ZOOKUNFT 2030+“ ist ein umfassender Entwicklungsplan für den Zoo Frankfurt, der 2019 vorgestellt und 2024 konkretisiert wurde. Er sieht einen weitreichenden Umbau des Zoogeländes vor, mit dem Ziel, beste Bedingungen für die Tiere zu schaffen, das Besuchererlebnis zu verbessern und das Verständnis für Natur und Artenvielfalt zu fördern, unter anderem durch neue Biotophallen.

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