Skyline Frankfurt – Entstehung: Die faszinierende Geschichte von Mainhattans Wolkenkratzern

Abstract:

Entdecke die faszinierende Geschichte der Skyline Frankfurt – Entstehung, die die Mainmetropole zu „Mainhattan“ gemacht hat. Von den ersten bescheidenen Hochhäusern der 1920er-Jahre über kontroverse Stadtplanungskonzepte wie den „Finger-Plan“ bis hin zur heutigen beeindruckenden Cluster-Bebauung im Banken- und Europaviertel. Erfahre, wie Visionäre wie Martin Wentz die Entwicklung prägten, welche Proteste es gab und wie sich Frankfurt zu einer Metropole mit einer der weltweit einzigartigsten Silhouetten entwickelte. Ein Blick auf vergangene Rekorde und zukünftige Projekte, ergänzt durch kulinarische Tipps mit Skyline-Blick.

Frankfurt am Main – kaum eine andere deutsche Stadt prägt ein so unverwechselbares und ikonisches Bild wie die Mainmetropole mit ihrer atemberaubenden Skyline. Sie ist das Markenzeichen, das viele Menschen sofort mit „Mainhattan“ verbinden. Doch wie ist diese einzigartige Silhouette eigentlich entstanden? War es ein Zufall, ein genialer Plan oder das Ergebnis jahrzehntelanger Auseinandersetzungen? Wir nehmen dich mit auf eine spannende Zeitreise durch die Entstehungsgeschichte der Frankfurter Skyline, beleuchten die Visionen, die Proteste und die wegweisenden Entscheidungen, die Frankfurt zu dem gemacht haben, was es heute ist: eine europäische Metropole, deren Hochhäuser nicht nur architektonische Meisterwerke sind, sondern auch Geschichten von Wandel und Fortschritt erzählen. Tauche ein in die Welt der Giganten aus Stahl und Glas und entdecke, wie die Skyline Frankfurt – Entstehung zu einem Symbol für Modernität und wirtschaftliche Kraft wurde.

Key Facts zur Entstehung der Frankfurter Skyline

Die Entwicklung der Frankfurter Skyline ist eine Geschichte voller Wendungen und prägender Momente. Hier sind die wichtigsten Fakten, die du kennen solltest:

  • Frühe Anfänge: Frankfurts erste Hochhäuser, wie das Gewerkschaftshaus von 1931 und das IG-Farben-Haus von 1930, waren mit rund 30 Metern Höhe noch vergleichsweise bescheiden und prägten das Stadtbild kaum.
  • Nachkriegs-Boom: Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs begann in den 1950er-Jahren der Wiederaufbau, der auch die ersten funktionalen Bürohochhäuser hervorbrachte, darunter das 1951 errichtete AEG-Hochhaus und das Fernmeldehochhaus von 1956.
  • Der „Finger-Plan“: In den 1960er-Jahren sah der erste Hochhaus-Entwicklungsplan vor, Hochhäuser entlang von U-Bahn-Linien wie „Finger“ aus der City ragen zu lassen, was jedoch auf massive Bürgerproteste stieß.
  • Martin Wentz – der „Vater der Skyline“: Als Planungs- und Baudezernent legte Martin Wentz zwischen 1989 und 2001 die planerischen Grundlagen für die heutige Skyline, indem er die Clusterbebauung im Bankenviertel förderte.
  • Cluster statt Perlenkette: Die Entscheidung, Hochhäuser in „Pulks“ im Bankenviertel und später im Europaviertel zu bündeln, war entscheidend, um ein ruhiges Stadtbild zu bewahren und gleichzeitig eine beeindruckende Silhouette zu schaffen.
  • Rekordjäger: Der 1997 fertiggestellte Commerzbank Tower war mit 259 Metern lange Zeit das höchste Gebäude Deutschlands und bis 2012 sogar das höchste in der EU.
  • „Hochhausfrieden“: Wo früher heftig gegen Wolkenkratzer protestiert wurde, herrscht heute ein „Hochhausfrieden“, und die Türme werden als positiver Teil des Stadtbildes wahrgenommen.

Die ersten Schritte: Von der Gründerzeit bis zur Nachkriegsmoderne

Die Geschichte der Skyline Frankfurt – Entstehung ist untrennbar mit der Entwicklung der Stadt selbst verbunden. Lange Zeit war Frankfurt von einer eher niedrigen, historischen Bebauung geprägt. Die ersten Gebäude, die man im modernen Sinne als „Hochhäuser“ bezeichnen könnte, entstanden erst in den 1920er- und 1930er-Jahren. Dazu zählen der 1926 fertiggestellte Mousonturm, der heute als Künstlerhaus dient, und das imposante IG-Farben-Haus (heute Hauptgebäude der Goethe-Universität), das 1930 fertiggestellt wurde. Auch das Gewerkschaftshaus an der Wilhelm-Leuschner-Straße, erbaut 1931 nach Plänen von Max Taut, gilt als eines der ersten echten Bürohochhäuser der Stadt. Diese Bauten waren mit ihren rund 30 Metern Höhe zwar höher als die umliegenden Gebäude, aber noch weit entfernt von den heutigen Wolkenkratzern, die das Bild von „Mainhattan“ prägen.

Der Zweite Weltkrieg hinterließ Frankfurt in Trümmern. Die Alt- und Innenstadt waren zu großen Teilen zerstört. Der Wiederaufbau in den 1950er-Jahren war geprägt von Funktionalität und dem Wunsch nach Modernität. In dieser Phase entstanden erste Nachkriegs-Hochhäuser, die das Stadtbild zu verändern begannen. Das AEG-Hochhaus (1951, 43 Meter hoch) war das erste Bürohochhaus nach dem Krieg, gefolgt vom Fernmeldehochhaus (1956, 69 Meter), das mit seinen markanten Antennen einen optischen Fixpunkt in der damals noch flachen Innenstadt darstellte. Auch das Zürich-Hochhaus (1960, 68 Meter) am Opernplatz war ein prägendes Gebäude dieser Ära und markierte den Beginn des „International Style“ in Frankfurt. Interessanterweise sind viele dieser frühen Nachkriegsbauten heute nicht mehr existent. Sie wurden abgerissen, um Platz für noch höhere und modernere Gebäude zu schaffen – ein Phänomen, das der Kunsthistoriker Markus Dauss als „Hochhausrevolution frisst ihre eigenen Kinder“ beschreibt. So stehen an der Stelle des Fernmeldehochhauses heute das Hotel Jumeirah, der Nextower und das Einkaufszentrum MyZeil.

Planung im Wandel: Zwischen Vision und Bürgerprotest

Die Entwicklung der Skyline war keineswegs geradlinig, sondern ein ständiger Prozess aus Planung, Visionen und auch heftigen Kontroversen. In den 1950er-Jahren gab es erste Überlegungen zu einem Hochhaus-Entwicklungsplan. Der sogenannte „Finger-Plan“ aus den 1960er-Jahren sah vor, Hochhäuser entlang der neuen U-Bahn-Linien wie Finger aus der City ragen zu lassen. Die Idee war theoretisch schlüssig, führte aber faktisch zu einer „Katastrophe“, wie Stadtplaner Martin Wentz später bemerkte. Viele Gründerzeitvillen in gewachsenen Vierteln hätten weichen müssen, was massive Studentenproteste in den 1960er-Jahren auslöste. Diese Proteste, bei denen auch Persönlichkeiten wie Joschka Fischer aktiv waren, zwangen die Stadt, umzudenken.

In den 1970er-Jahren erfolgte eine Kurskorrektur: Statt einer linearen Anordnung setzte man auf die „Pulkbildung“ im Bankenviertel an der Neuen Mainzer Straße. Hier entstanden Hochhäuser wie der erste Commerzbank-Turm (1973, 109 Meter), der Eurotower (1976, 148 Meter) und der Silberturm der Dresdner Bank (1977, 166 Meter). Doch auch diese Phase war nicht frei von Meinungsverschiedenheiten. Der „City-Lights-Plan“ des Architekten Albert Speer in den 1980er-Jahren, der erneut eine Reihung von Hochhäusern entlang von Achsen vorsah, stieß erneut auf Bürgerwiderstand.

Die entscheidende Phase für die heutige Skyline begann Ende der 1980er-Jahre mit Martin Wentz als Chef-Stadtplaner. Er setzte auf den „Bankenplan“, der die Clusterbebauung im Bankenviertel weiter vorantrieb. Ergebnisse dieser Planung waren das Japan-Center (1996, 115 Meter) und der ikonische Commerzbank Tower (1997, 259 Meter), der bis heute das höchste Gebäude Deutschlands ist. Wentz‘ Ansatz, Hochhäuser in Pulks zu ballen, statt sie „als Perlenkette über die Stadt verkleckert“ zu verteilen, schuf das ruhige Stadtbild, das Frankfurt trotz seiner Wolkenkratzer auszeichnet.

Die Moderne Skyline: Cluster, Rekorde und aktuelle Projekte

Der Ende der 1990er-Jahre aufgestellte „Hochhausrahmenplan“ festigte die Idee der Hochhaus-Cluster und erweiterte sie auf neue Entwicklungszonen wie das Messeareal und das Europaviertel. Dies führte zu einer neuen Generation von Wolkenkratzern, die Frankfurts Ruf als Finanzmetropole und architektonisches Vorbild weiter festigten. Der Main Tower (1999, 200 Meter) ist bis heute das einzige Hochhaus mit einer öffentlich zugänglichen Aussichtsplattform, die einen spektakulären Blick über die Stadt bietet. Weitere beeindruckende Ergänzungen waren der Tower 185 (2011, 200 Meter) und der Grand Tower (2020, 180 Meter), Deutschlands höchstes reines Wohngebäude.

Die Skyline Frankfurt – Entstehung ist ein fortlaufender Prozess. Auch in den letzten Jahren sind zahlreiche neue Projekte entstanden, die das Stadtbild weiter prägen. Ein herausragendes Beispiel ist das „Four Frankfurt“-Projekt auf dem ehemaligen Deutsche-Bank-Areal, das bis 2024 vier neue Hochhäuser zwischen 100 und 228 Metern Höhe umfassen wird. Diese neuen Gebäude sind oft durch eine Mischung aus Wohn-, Hotel- und Büroflächen gekennzeichnet und spiegeln den Wandel der urbanen Lebensweise wider. Die steigende Immobiliennachfrage, der Brexit und die günstige Wirtschaftsentwicklung haben zu einem erneuten Bauboom geführt, der die Skyline Frankfurts ständig weiterentwickelt.

Wo früher heftig gegen jeden neuen Wolkenkratzer protestiert wurde, herrscht heute weitgehend ein „Hochhausfrieden“. Die Frankfurter haben sich mit ihrer einzigartigen Silhouette arrangiert und sehen sie als Teil ihrer Identität. Festivals wie das Wolkenkratzer-Festival, bei dem Hochhäuser für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, tragen ebenfalls zum positiven Image bei. Wenn du mehr über die aktuellen Projekte erfahren möchtest, schau dir unseren Beitrag zu Frankfurts Skyline im Wandel: Die aufregendsten Hochhausprojekte 2025 an.

Kulinarische Höhenflüge mit Skyline-Blick

Was wäre die beeindruckende Skyline ohne die Möglichkeit, sie bei einem köstlichen Essen oder einem erfrischenden Drink zu genießen? Frankfurt bietet dir hierfür eine Vielzahl an fantastischen Locations. Das Main Tower Restaurant & Lounge in der Neuen Mainzer Straße ist ein absolutes Highlight. Auf der 53. Etage des Main Towers genießt du gehobene internationale Küche und eine unvergleichliche Panoramaaussicht durch die Glasfronten – ein Erlebnis, das die Skyline Frankfurt – Entstehung auch kulinarisch greifbar macht.

Eine weitere Top-Adresse ist das Oosten im Ostend. Dieses Restaurant im Industrial-Chic-Stil besticht nicht nur durch seine saisonale Küche mit vegetarischen Optionen, sondern auch durch eine trendige Atmosphäre und eine Terrasse mit fantastischem Blick auf den Main und die gegenüberliegende Skyline. Es ist der perfekte Ort, um den Tag ausklingen zu lassen und das urbane Flair Frankfurts aufzusaugen. Wenn du es etwas traditioneller magst, aber dennoch Wert auf eine besondere Lage legst, ist die Gerbermühle eine ausgezeichnete Wahl. Dieses historische Ausflugslokal, das einst Goethe und Marianne von Willemer als Treffpunkt diente, bietet eine idyllische Lage direkt am Mainufer und ist bekannt für seine hessische Gastfreundschaft und eine entspannte Atmosphäre. Zwar nicht direkt in der Skyline, aber mit einem charmanten Blick auf den Fluss und die Stadt. Auch wenn du keine direkten Hochhäuser im Blick hast, spürst du hier den Puls der Stadt auf eine ganz besondere Weise.

Fazit

Die Skyline Frankfurt – Entstehung ist eine dynamische und faszinierende Geschichte, die weit mehr ist als nur die Aneinanderreihung hoher Gebäude. Sie ist ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Entwicklung, der gesellschaftlichen Debatten und des städtebaulichen Mutes einer Stadt, die sich immer wieder neu erfindet. Von den bescheidenen Anfängen der 1920er-Jahre über die kontroversen Planungsphasen der Nachkriegszeit bis hin zum heutigen „Hochhausfrieden“ hat Frankfurt eine einzigartige Identität entwickelt. Die Clusterbildung der Wolkenkratzer, maßgeblich geprägt durch Visionäre wie Martin Wentz, hat es der Stadt ermöglicht, ihre historische Seele zu bewahren und gleichzeitig ein modernes, internationales Gesicht zu zeigen. Die Skyline ist nicht nur ein beeindruckendes Wahrzeichen, sondern auch ein lebendiger Organismus, der sich ständig weiterentwickelt und neue Geschichten schreibt. Sie lockt Touristen an, bietet Arbeitsplätze und schafft einzigartige Lebensräume. Frankfurt am Main beweist, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können – und das Ergebnis ist eine Silhouette, die weltweit ihresgleichen sucht und uns immer wieder aufs Neue begeistert.

FAQ

Wann entstand Frankfurts erste Hochhaus-Skyline?

Die ersten Gebäude, die man als Hochhäuser bezeichnen könnte, entstanden in Frankfurt bereits in den 1920er- und 1930er-Jahren, darunter das Gewerkschaftshaus (1931) und das IG-Farben-Haus (1930). Die stadtbildprägende Skyline, wie wir sie heute kennen, entwickelte sich jedoch erst ab den 1970er-Jahren mit der Clusterbebauung im Bankenviertel und wurde durch den Hochhausrahmenplan der 1990er-Jahre weiter gefestigt.

Wer war Martin Wentz und welche Rolle spielte er für die Frankfurter Skyline?

Martin Wentz wird oft als der „Vater der Skyline“ bezeichnet. Als Planungs- und später Baudezernent der Stadt Frankfurt am Main zwischen 1989 und 2001 legte er die entscheidenden planerischen Grundlagen für die heutige Hochhausentwicklung. Er förderte die Strategie der Clusterbebauung, also die Bündelung von Hochhäusern in bestimmten Vierteln, um das historische Stadtbild zu schützen und gleichzeitig eine beeindruckende Silhouette zu schaffen.

Gibt es Restaurants in Frankfurt mit Skyline-Blick?

Ja, Frankfurt bietet mehrere Restaurants und Bars mit spektakulärem Skyline-Blick. Zu den bekanntesten gehört das Main Tower Restaurant & Lounge auf der 53. Etage des Main Towers, das gehobene internationale Küche mit einer Panoramaaussicht verbindet. Auch das Oosten im Ostend bietet von seiner Terrasse aus einen tollen Blick auf den Main und die Skyline.

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