
Römerberg Geschichte: Eine Zeitreise durch Frankfurts pulsierendes Herz
Tauche ein in die faszinierende Römerberg Geschichte, Frankfurts historischem Zentrum. Von römischen Ursprüngen über Kaiserkrönungen bis zum Wiederaufbau nach dem Krieg – der Römerberg erzählt Geschichten von Macht, Handel und Wandel. Entdecke, wie dieser ikonische Platz die Seele der Mainmetropole prägt und welche Geheimnisse seine alten Mauern bergen. Ein Muss für jeden Geschichtsliebhaber und Frankfurt-Fan!
Willkommen in Frankfurt, der Stadt der Kontraste! Hier, wo glänzende Wolkenkratzer in den Himmel ragen und der Puls der modernen Finanzwelt schlägt, gibt es auch Orte, die uns tief in die Vergangenheit entführen. Einer dieser magischen Orte ist der Römerberg – das historische Herz Frankfurts, ein Platz, der mehr Geschichten erzählen könnte, als wir uns je vorstellen können. Wenn du dich für die Römerberg Geschichte interessierst, bist du hier genau richtig. Komm mit auf eine spannende Zeitreise und entdecke, wie dieser einzigartige Platz zu dem wurde, was er heute ist: ein lebendiges Denkmal, das Tradition und Moderne auf faszinierende Weise verbindet.
Key Facts zur Römerberg Geschichte
- Ursprünge im Mittelalter: Der Platz entstand im 12./13. Jahrhundert und war ursprünglich als „Berg“ oder „Samstagsberg“ bekannt, was auf seine Funktion als Marktplatz hinweist.
- Kaiserkrönungen: Zwischen 1562 und 1792 war der Römerberg Schauplatz von zehn Kaiserkrönungen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Während der Kaiser im Römer speiste, feierte das Volk auf dem Platz.
- Frankfurter Messen: Seit dem Mittelalter war der Römerberg ein bedeutender Handelsplatz für die Frankfurter Messen, die Kaufleute aus ganz Europa anzogen.
- Namensgeber Römer: Seinen heutigen Namen erhielt der Platz im 15. Jahrhundert vom Haus zum Römer, das seit 1405 als Rathaus der Stadt dient.
- Zerstörung und Wiederaufbau: Die historische Bebauung des Römerbergs wurde 1944 bei den Luftangriffen auf Frankfurt weitgehend zerstört. Der heutige Anblick ist das Ergebnis aufwendiger Rekonstruktionen und Neubauten der 1950er und 1980er Jahre, insbesondere der berühmten Ostzeile.
- Gerechtigkeitsbrunnen: Seit 1543 ziert der Gerechtigkeitsbrunnen mit der Statue der Justitia den Platz, Frankfurts erster Springbrunnen.
Die Römerberg Geschichte beginnt weit vor dem Mittelalter. Archäologische Funde belegen, dass der östliche Teil des Platzes, der sogenannte Samstagsberg, bereits in karolingischer Zeit von einer Mauer umgeben war. Hier, nahe der Königspfalz Frankfurt, entstand eine kleine Siedlung. Im 12. Jahrhundert, mit dem Aufstieg der Staufer und dem Bau des Saalhofs am Mainufer, gewann der Platz an Bedeutung. Er diente als Versammlungsstätte für den kaiserlichen Hofstaat, als Gerichtsplatz und sogar für Turniere. Stell dir vor, wie hier Ritter in glänzenden Rüstungen gegeneinander antraten – ein Spektakel, das die Massen begeisterte!
Um 1200 entstanden die ersten Häuser an der Ostseite des Platzes. Der Name „Samstagsberg“ ist bereits um 1350 belegt und deutet auf den hier stattfindenden Wochenmarkt hin. Dieser Name ist ein Echo einer Zeit, in der das Leben der Frankfurter Bürger eng mit dem Handel und den öffentlichen Ereignissen auf diesem zentralen Platz verbunden war. Die jüdische Bevölkerung Frankfurts durfte den Römerberg übrigens nur zur Messezeit betreten; ansonsten war der Samstagsmarkt ihr Weg.
Mit der Zeit entwickelte sich der Römerberg zum Schauplatz der wichtigsten Ereignisse im Heiligen Römischen Reich. Ab 1562 wurden hier die Kaiserkrönungen zelebriert, ein unvergleichliches Spektakel, das die Stadt in einen Ausnahmezustand versetzte. Während der frisch gekrönte Kaiser im Kaisersaal des Römers das Krönungsmahl genoss, feierte das Volk auf dem Platz. Eine Ochsenküche versorgte die Menge, und aus dem Gerechtigkeitsbrunnen soll bei solchen Anlässen sogar Wein geflossen sein! Diese glanzvollen Feste machten den Römerberg zum „schönsten Platz im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation“ im 16. Jahrhundert.
Handel, Wandel und der Zahn der Zeit
Neben den Kaiserkrönungen waren die Frankfurter Messen ein weiterer Eckpfeiler der Römerberg Geschichte. Seit dem 13. Jahrhundert zog die Stadt mit ihren Herbst- und später auch Frühjahrsmessen Tausende von Kaufleuten aus ganz Europa an. Die Bürger vermieteten ihre Wohnräume, und ihre Geschäfte und Kellergewölbe wurden zu provisorischen Messehallen. Der Römer selbst diente als exklusiver Handelsplatz für Gold- und Silberschmiede. Diese rege Geschäftigkeit prägte das Bild des Römerbergs über Jahrhunderte und machte Frankfurt zu einem der wichtigsten Handelszentren Europas. Wer heute durch die Gassen schlendert, kann sich kaum vorstellen, welchen Trubel es hier einst gab.
Doch die Zeit war nicht immer gnädig mit dem Römerberg. Mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches und dem Aufkommen neuer Handelsstrukturen verlor der Platz im 19. Jahrhundert an Bedeutung. Die Messen schrumpften zu Jahrmärkten, und wohlhabende Bürger zogen in die neuen, modernen Stadtviertel. Die mittelalterliche Altstadt galt als rückständig. Eduard Beurmann beschrieb 1835 die Häuser als „alte Greisengestalten, die viel mitgemacht, die uns aus längst verflossenen Zeiten berichten können“.
Ein dunkles Kapitel der Römerberg Geschichte ist die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 durch die Nationalsozialisten. Eine bronzene Gedenktafel zwischen der Alten Nikolaikirche und dem Gerechtigkeitsbrunnen erinnert heute an dieses schändliche Ereignis und zitiert Heinrich Heines prophetische Worte: „Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“
Zerstörung, Wiedergeburt und das moderne Leben
Die wohl dramatischste Zäsur in der Römerberg Geschichte war der Zweite Weltkrieg. Bei den Luftangriffen auf Frankfurt, insbesondere am 22. März 1944, wurde die gesamte Altstadt im Feuersturm vernichtet. Der Römerberg und seine umliegenden Gebäude brannten vollständig aus. Es war ein unfassbarer Verlust für das kulturelle Erbe Frankfurts. Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag Als das Herz Frankfurts zerbrach.
Doch Frankfurt gab nicht auf. Bereits 1952 begann der Wiederaufbau. Nach langen Diskussionen und mehreren Architektenwettbewerben entschied man sich in den 1980er Jahren für eine weitgehend originalgetreue Rekonstruktion der berühmten Ostzeile, dem Samstagsberg. Namen wie „Großer und Kleiner Engel“, „Goldener Greif“ oder „Schwarzer Stern“ erinnern an die historischen Vorbilder. Diese Rekonstruktionen, wie das Restaurant Schwarzer Stern oder das traditionelle Alten Limpurg, sind heute beliebte Fotomotive und Orte, an denen du hessische Spezialitäten genießen kannst. Auch das gemütliche Wirtshaus am Hühnermarkt in unmittelbarer Nähe bietet eine authentische Frankfurter Atmosphäre. Diese liebevolle Wiederherstellung hat dem Römerberg einen Großteil seines alten Charmes zurückgegeben und ihn zu einem der meistbesuchten Plätze Deutschlands gemacht.
Heute ist der Römerberg wieder ein lebendiger Ort für vielfältige Veranstaltungen. Hier werden Fußballnationalmannschaften gefeiert, politische Kundgebungen abgehalten und im Advent findet einer der größten und schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands statt. Sogar der Zieleinlauf des Ironman Germany ist seit 2002 auf dem Römerberg. Er ist die „gute Stube“ Frankfurts, ein Ort, der sowohl Einheimische als auch Touristen anzieht und die reiche Römerberg Geschichte auf Schritt und Tritt erlebbar macht. Ein Spaziergang über den Römerberg ist wie eine Zeitreise durch die Jahrhunderte, bei der du die Entwicklung Frankfurts hautnah spüren kannst. Für noch mehr historische Einblicke, schau dir unseren Artikel über Frankfurt im Mittelalter an.
Fazit
Die Römerberg Geschichte ist eine faszinierende Erzählung von Aufstieg, Glanz, Zerstörung und Wiedergeburt. Von einem einfachen Marktplatz im Mittelalter entwickelte er sich zum Zentrum kaiserlicher Macht und europäischen Handels, bevor er in den Wirren des 20. Jahrhunderts fast vollständig ausgelöscht wurde. Doch dank des unermüdlichen Willens der Frankfurter wurde dieser ikonische Platz wiederaufgebaut und erstrahlt heute in neuem Glanz. Er ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern ein lebendiges Zeugnis der Widerstandsfähigkeit und des Geistes einer Stadt, die ihre Geschichte ehrt und gleichzeitig mutig in die Zukunft blickt. Wenn du das nächste Mal in Frankfurt bist, nimm dir Zeit, über den Römerberg zu schlendern, die Fachwerkhäuser zu bewundern und die Atmosphäre dieses geschichtsträchtigen Ortes auf dich wirken zu lassen. Vielleicht hörst du ja das Echo vergangener Zeiten in den Kopfsteinpflastern widerhallen.
FAQ
Warum heißt der Römerberg ‚Römerberg‘?
Der Platz erhielt seinen Namen im 15. Jahrhundert vom Haus zum Römer, das seit 1405 als Rathaus der Stadt dient. Zuvor war er als ‚Berg‘ oder ‚Samstagsberg‘ bekannt.
Welche Bedeutung hatte der Römerberg im Mittelalter?
Im Mittelalter war der Römerberg ein zentraler Marktplatz (Samstagsberg), Schauplatz von Gerichtssitzungen und Turnieren. Später wurde er zum Ort der Kaiserkrönungen und der Frankfurter Messen, die ihn zu einem wichtigen Handelszentrum machten.
Was ist die Ostzeile des Römerbergs?
Die Ostzeile ist eine Reihe von Fachwerkhäusern am östlichen Rand des Römerbergs, die nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg in den 1980er Jahren detailgetreu rekonstruiert wurden. Dazu gehören bekannte Häuser wie der ‚Große und Kleine Engel‘ und der ‚Schwarze Stern‘.
Fanden auf dem Römerberg Kaiserkrönungen statt?
Ja, zwischen 1562 und 1792 war der Römerberg der Schauplatz von zehn Kaiserkrönungen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Während der Kaiser im Römer speiste, feierte das Volk auf dem Platz.
Gibt es auf dem Römerberg Restaurants?
Ja, der Römerberg und seine unmittelbare Umgebung bieten zahlreiche Restaurants. Beispiele sind das traditionelle ‚Alten Limpurg‘ und der ‚Schwarze Stern‘ direkt auf dem Platz, die hessische Küche und eine historische Atmosphäre bieten.






